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Neugesetz, Zell-Weierbach – Wein, Terroir, Erzeuger und Empfehlungen

Neugesetz Zell Weierbach

Die Neugesetz in Zell-Weierbach ist eine der eigenständigsten Weinlagen Badens – eine VDP.GROSSE LAGE® im Monopolbesitz des Weinguts Freiherr von und zu Franckenstein. Der Weinberg liegt am Fuß des mittleren Schwarzwaldes in einem kleinen, zur Rheinebene hin geöffneten Taleinschnitt, auf Granitverwitterungs- und Gneisboden. Das Besondere: Das Weingut vinifiziert aus dieser Lage gleich zwei Grosse Gewächse – einen Riesling GG „Georg Arbogast“ und einen Spätburgunder GG „Marie“. Falstaff bewertet den Neugesetz Riesling GG konsistent mit 92 bis 93+ Punkten. Mit Preisen von rund 24 Euro für ältere Jahrgänge auf WirWinzer* und aktuellen Jahrgängen im Segment 20–50 Euro ist die Neugesetz für VDP-GG-Verhältnisse sehr attraktiv bepreist – ein Geheimtipp für Liebhaber badischer Terroir-Weine.

Geografische Lage

Die Neugesetz liegt im Ortsteil Zell-Weierbach der Stadt Offenburg, in der badischen Weinbauregion Ortenau. Der Weinberg befindet sich laut riesling.de am Fuß des mittleren Schwarzwaldes, eingebettet in einen kleinen Taleinschnitt, der sich zur Rheinebene hin öffnet. Laut Wikipedia-Eintrag verläuft durch Zell-Weierbach die große Schwarzwaldrandverwerfung, die den Oberrheingraben mit seiner Ebene gegen den Grundgebirgsschwarzwald absetzt – eine geologisch bedeutsame Grenzlinie, die das Terroir dieser Lage wesentlich prägt.

Die Neugesetz ist eine Monopollage des Weinguts Freiherr von und zu Franckenstein. Neben der Neugesetz bewirtschaftet das Weingut mit dem Laufer Gut Alsenhof eine zweite Monopollage – beide tragen die VDP.GROSSE LAGE®-Klassifikation.

Geologie und Böden

Die prägenden Böden der Neugesetz sind Granit- und Gneisverwitterungsböden – typisch für die Vorbergzone des Schwarzwaldes im Ortenauer Weinbaugebiet (Quelle: Weinmanufaktur Zell-Weierbach, Wikipedia Zell-Weierbach, Weingutsprofil vdp.de). Laut mehreren übereinstimmenden Quellen zu den Weinbergen in Zell-Weierbach sind Granit, Gneis und Glimmerschiefer die prägenden Gesteine dieser Zone. Der Granitverwitterungsboden ist laut vicampo.de ein optimaler Wärmespeicher, der die vollständige Reife sowohl des Rieslings als auch des Spätburgunders begünstigt.

Das Weingut Freiherr von und zu Franckenstein bezeichnet seine Ortsweinserie bewusst als „Granit“-Weine (z.B. Zell-Weierbacher Grauburgunder „Granit“, Zell-Weierbacher Spätburgunder „Granit“) – eine direkte Referenz auf das prägende Gestein des Bodens. Riesling profitiert dabei von der mineralischen Frische und der natürlichen Säureerhaltung auf diesem kristallinen Grundgestein.

Kleinklima und Terroir

Die Taleinschnitt-Lage der Neugesetz am Schwarzwaldrand schafft ein charakteristisches Mikroklima: Die zur Rheinebene hin geöffnete Topographie bringt warme Luft aus dem Oberrheinischen Tiefland, während der Schwarzwald kühlere Temperaturen und ausreichende Niederschläge sichert. Stefan Huschle beschreibt das Weinguts-Ziel laut vdp.de als „frische, mineralische Weine, die die Region mit den Böden und den mikroklimatischen Verhältnissen widerspiegeln.“

Dass das Weingut aus derselben Lage sowohl Riesling als auch Spätburgunder als Grosses Gewächs vinifiziert, ist in der deutschen GG-Landschaft ungewöhnlich und unterstreicht die vielseitige Eignung des Neugesetz-Terroirs für beide Rebsorten.

Rebsorten

Aus der VDP.GROSSEN LAGE® Neugesetz, Zell-Weierbach, erzeugt das Weingut Freiherr von und zu Franckenstein zwei Grosses-Gewächs-Weine:

  • Riesling – „Georg Arbogast“ GG: Riesling ist die Hauptweißweinsorte des Weinguts (laut VDP-Profil 31% des Rebsortenspiegels). Die Vinifikation erfolgt durch schonende Lese, Maischestandzeit, kühle gesteuerte Gärung in Edelstahl und Holz, anschließend Spontangärung und Reife auf Feinhefe (Quelle: weingut-franckenstein.de). Analysewerte: Alkohol 12,5 %, Restzucker 0,9 g/l, Säure 7,1 g/l. Falstaff: 93+ (2023), 93 (2022), 92 (2020, 2019).
  • Spätburgunder – „Marie“ GG: Spätburgunder macht laut VDP-Profil 27% des Rebsortenspiegels aus. Der GG wird nach 24 Monaten Ausbau im kleinen Eichenholzfass vermarktet (Quelle: vicampo.de). Frühere Jahrgänge erschienen unter dem Namen „Marienquelle“ (bis ca. 2015), aktuellere als „Marie“. Wein.plus-Beschreibung 2018er: Tabakig, leicht aschig, schwarze und rote Beeren, röstige Noten; mürb-sandiges Tannin, langer herber Abgang, Trinkempfehlung bis 2027+.

Falstaff 2019 zum Weingut: „Was Huschle an Burgundern abliefert, ist schlichtweg famos.“

Offizielle Klassifikation

Die Neugesetz, Zell-Weierbach, ist klassifiziert als VDP.GROSSE LAGE® – die höchste Stufe des Verbands Deutscher Prädikatsweingüter. Sie ist auf vdp.de unter dem Weingutprofil von Freiherr von und zu Franckenstein gelistet. Trockene Weine aus dieser Lage werden unter der Bezeichnung Grosses Gewächs (GG) vermarktet. Das Weingut liegt in der Stadt Offenburg. Die Geschichte des Adelsgeschlechts von Franckenstein reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück; seit über 300 Jahren ist das Gut im Besitz dieser Familie, und wird von der Familie Huschle als Pächter geführt.

Bekannte Erzeuger

Da es sich bei der Neugesetz um eine Monopollage handelt, ist das Weingut Freiherr von und zu Franckenstein* der ausschließliche Erzeuger von Grosses Gewächs aus dieser Lage. Gault & Millau (2020) bezeichnete die Arbeit des Weinguts als „bemerkenswert.“

WeingutVDP-Status / KlassifikationHauptrebsorten in der LageStil-BesonderheitTypisches Preisniveau
Weingut Freiherr von und zu Franckenstein (Stefan Huschle), OffenburgVDP-Mitglied; Neugesetz als VDP.Große Lage® (Monopollage); Geschichte des Adelsgeschlechts seit 13. Jh.; Pächter Fam. HuschleRiesling (GG „Georg Arbogast“); Spätburgunder (GG „Marie“)Zwei Große Gewächse aus einer Lage; naturnaher Anbau; Spontanvergärung + Holzausbau; mineralisch-frischer Stil; Granitverwitterungsboden; Falstaff: „bärenstarker Auftritt“ (2019, Burgunderserie)Riesling GG ca. 24–30 €; Spätburgunder GG ca. 25–40 €; aktuellen Preis über WirWinzer* erfragen

Profil Weingut Freiherr von und zu Franckenstein

Das Weingut Freiherr von und zu Franckenstein (Weingartenstraße 66, 77654 Offenburg) liegt im Herzen der Ortenau. Das Adelsgeschlecht derer von Franckenstein ist seit über 300 Jahren Eigentümer. Stefan Huschle führt das Weingut als Pächter – er absolvierte zunächst eine Winzerausbildung, bevor er in Geisenheim Weinbau und Önologie studierte. Laut vdp.de bewirtschaftet das Weingut zwei Monopollagen: Neugesetz (VDP.GROSSE LAGE®) und Laufer Gut Alsenhof (VDP.ERSTE LAGE®), sowie Erste-Lage-Parzellen im Zell-Weierbacher Abtsberg und Berghauptener Schützenberg. Rebsortenspiegel: 31% Riesling, 27% Spätburgunder, 20% Grauburgunder und weitere Sorten. Gault & Millau 2020 hob die Kollektion als „bemerkenswert“ hervor; Falstaff 2019 attestierte für die Burgunder „schlichtweg famoser“ Qualität.

Weinempfehlungen aus der Neugesetz

WeinnameWeingutRebsorte / QualitätsstufeKurzes GeschmacksprofilPreisniveau (ca.)Bezugsquellen
Neugesetz „Georg Arbogast“ Riesling VDP.Großes Gewächs (2022 / 2023)*Weingut Freiherr von und zu FranckensteinRiesling / VDP.Großes Gewächs® (trocken)Falstaff 93+ Pkt. (2023), 93 Pkt. (2022): Gelbe Blüten, Aprikose, Pflaume, Flieder; geschmeidig, weiche Textur, saftig, Muskatnuss, Piment, mineralische Pikanz im Finish. Falstaff 92 Pkt. (2020): Weinbergpfirsich, Steinobst, nasser Stein; mineralisch, markante Säure, reife helle Früchte, sehr gute Länge, Lagerpotenzial. Spontangärung, Reife auf Feinhefe.ca. 24–30 € – für einen GG mit Falstaff 92–93+-Bewertungen sehr attraktiv positioniertWirWinzer*
Neugesetz „Marie“ Spätburgunder VDP.Großes Gewächs (aktuelle Jahrgänge)*Weingut Freiherr von und zu FranckensteinSpätburgunder / VDP.Großes Gewächs® (trocken)Wein.plus (2018, damals „Marienquelle“): Tabakig, leicht aschig, schwarze und rote Beeren; röstige Noten, mürb-sandiges Tannin, langer herber Abgang, Trinkempfehlung bis 2027+. 24 Monate Ausbau im kleinen Eichenholzfass. Falstaff 2019 zu Burgundern des Weinguts: „schlichtweg famos.“ca. 25–40 €WirWinzer*

Hinweis zum Preis-Leistungs-Verhältnis: Die Neugesetz-GGs von Freiherr von und zu Franckenstein sind in Anbetracht der Falstaff-Bewertungen (92–93+ Punkte für den Riesling GG) sehr attraktiv bepreist. Riesling-GGs aus Rheingau, Mosel oder Pfalz mit vergleichbaren Kritikerpunkten kosten typischerweise 35 bis 70 Euro. Das Weingut ist außerhalb der Fachkreise noch vergleichsweise unbekannt – ein Umstand, der sich im Preis widerspiegelt, nicht in der Qualität.

Wo kaufen?

  • WirWinzer: WirWinzer* führt das Weingut Freiherr von und zu Franckenstein verifiziert mit aktuellem Sortiment.
  • Direkt ab Hof / Webshop: Weingut Freiherr von und zu Franckenstein, Weingartenstraße 66, 77654 Offenburg
  • Preisvergleich: Franckenstein Neugesetz auf idealo.de*

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